F.A.Q.
1. Macht eine Supplementierung mit Carnitin Sinn?2. Kann Kreatin mir einen Zuwachs an Muskelmasse bringen3. Sind Supplemente eigentlich nötig um Fortschritte zu machen4. Was sind ZMA5. Machen Vitaminpräparate Sinn6. Können Proteinshakes dick machen7. Was bringen Weight Gainer8. Macht es Sinn Zink zuzuführen9. Anabolika, was ist dasMacht eine Supplementierung mit Carnitin Sinn?
Wenig empfehlenswert ist laut wissenschaftlichen Studien die zusätzliche Einnahme von L-Carnitin. In keiner einzigen fundierten Untersuchung konnte die Wirksamkeit des Stoffes nachgewiesen werden. Zwar ist seine Rolle in der Fettverbrennung unumstritten, doch wird L-Carnitin bei seiner Aufgabe kaum verbraucht und kann wiederverwertet werden. Wenn nicht gerade eine Mangelsituation vorliegt, bringt ein Mehr an L-Carnitin keinen Effekt. Dass ein Mangel entsteht, ist allerdings extrem unwahrscheinlich. Höchstens Veganer, die den Verzehr jeglicher tierischer Produkte ablehnen, könnten laut Experten zu wenig L-Carnitin zu sich nehmen.
Kann Kreatin mir einen Zuwachs an Muskelmasse bringen
Es profitieren offensichtlich nur diejenigen Athleten von einer oralen Kreatinsupplementation, deren Muskulatur noch nicht voll mit Kreatin ”gesättigt” ist. Es gibt nämlich einen Grenzwert für den Kreatingehalt der Muskelzelle, der durch zusätzliche Kreatinzufuhr nicht weiter erhöht werden kann (150 bis 160 mmol/kg Muskeltrockenmasse).
Entscheidend ist letztlich nicht die Höhe des Kreatingehalts der Muskulatur, sondern die des Gehalts an Kreatinphosphat. Tatsache ist, dass schon durch entsprechendes Krafttraining über eine Vergrößerung des Muskelfaserquerschnittes, sprich Muskelhypertrophie, die verfügbare Menge an Kreatinphosphat gesteigert werden kann. Vereinfacht ausgedrückt: Wer dickere Muskeln hat, hat auch mehr energiereiches Phosphat zur Verfügung, also einen größeren Energiespeicher für Maximalleistungen.
Die bisher veröffentlichten Forschungsergebnisse beziehen sich in erster Linie auf eine kurzfristige, hochdosierte Kreatinzufuhr (s.o.), die in erster Linie als unmittelbare Wettkampfvorbereitung im Sinne einer Superkompensation gedacht ist. Es kommt beim Training zu einem besseren ”Pump”, zu einer Zunahme der Maximalkraft und Kraftausdauer durch die Möglichkeit einer höheren Trainingsintensität sowie - im Bodybuilding vorrangig - zu einer Körpergewichtszunahme von bis zu 4 Kilogramm mit einer gewissen Vergrößerung des Muskelquerschnittes. Diese Gewichtszunahme ist jedoch nur durch eine vermehrte Wassereinlagerung in die Muskulatur bedingt und nicht durch eine positive Stickstoffbilanz mit Proteinneusynthese im Sinne einer eigentlichen Hypertrophie. Kreatin ist osmotisch wirksam, nimmt also bei seiner Aufnahme in die Muskelzelle Wasser mit (wie es auch Natrium und Glukose tun) und bewirkt so - je nach Ausmaß seiner Aufnahme in die Muskelzelle - eine individuelle ”Schwellung” derselben, die äußerlich als Hypertrophie imponiert.
Sind Supplemente eigentlich nötig um Fortschritte zu machen
Nahrungsergänzungen sind kein Allheilmittel. Supplemente können niemanden über ein Trainingsplateau hinweghelfen. Supplemente sind nur Hilfsmittel. Es handelt sich hierbei um konzentrierte Stoffe die auch in unserer natürlichen Nahrung vorkommen. Wenn man Supplemente als solche betrachtet was sie sind, nämlich Nahrungsergänzungen so können Sie auch sinnvoll, z.B. als Mahlzeitenersatz oder als zusätzliche Protein Quelle etc. eingesetzt werden. Die Werbeversprechungen sind zum Teil Haarsträubend und entbehren jeglicher Grundlage. Dort wird häufig mit den Schlagworten
Steroidealternative oder
Steroideratz geradezu um sich geworfen. Jedoch sieht die Wahrheit leider anders aus. Diese Versprechungen entbehren zumeist jeglicher wissenschaftlicher Grundlage. Auch Athleten die diese Mittel genommen haben konnten nur in den seltensten Fällen wirkliche Fortschritte damit machen. Supplemente sind also keinesfalls Notwendig bei dementsprechender ausgeglichener natürlicher Ernährung.
ZMA sind ein Klassiker unter den Mitteln zur Förderung des Testosteron-Spiegels. Studien belegen dass diese Kombination aus Zink- und Magnesiumaspartat sowie Vitamin B6 verschiedene anabole Hormone anregt. Krafttraining hat zur Folge, dass weniger Zink und Magnesium vorliegen. Daher sollte man diese Mineralstoffe in größeren Mengen zu sich nehmen. Ein Möglichkeit dazu ist ZMA. ZMA kann auch beim Ein- und Durchschlafen hilfreich sein und so die Regeneration zwischen den Trainingseinheiten verbessern.
Machen Vitaminpräparate Sinn
Vitaminpräparate machen durchaus Sinn. Um einer Unterversorgung vorzubeugen. Bei einer ausgeglichenen täglichen Ernährung brauchen wir aber keine zusätzlichen Vitaminpräparate um unseren Nährstoffhaushalt zu optimieren.
Können Proteinshakes dick machen
Wenn durch die zusätzlichen Proteinshakes eine positive Energiebilanz erzeugt wird können Sie durchaus Fett ansetzen. Protein wird in den normalen täglichen Energiehaushalt mit eingerechnet und hat keinen Sonderstatus für den Stoffwechsel.
Was bringen Weight Gainer
Sogenannte Weight Gainer können durchaus etwas bringen wenn Sie als zusätzliche Malzeit eingenommen werden. Durch eine daraus resultierende positive Energiebilanz werden wir an Gewicht zunehmen. Ob wir aber Muskelmasse zulegen hängt vom Impuls des Trainings und von unserer Genetik ab.
Macht es Sinn Zink zuzuführen
Wie bei allem anderen auch nur bei einer Unterversorgung. Zink ist für unser Immunsystem von grosser Bedeutung. Zink kommt in diesen Nahrungsquellen vor.
Haferflocken, Kürbiskerne, Nüsse, Erdnüsse, Blattgemüse, Wurzelgemüse, Kohl, Pilze, Orangen, Pfirsiche, Sesamsaat, Bierhefe, Weizenkeime, Milchprodukte.
Anabolika werden häufig von Sporlern zur Leistungssteigerung missbraucht. Sie dienen im wesentlichen dem Aufbau von Körpersubstanz, wodurch ein Muskelzuwachs und eine Kraftsteigerung erreicht wird.
Anabolika besitzen eine Reihe von schwerwiegenden Nebenwirkungen
Durch die Hemmung zweier Hormone (LH und FSH) der Hypophyse (Hirnanhangsdrüse) kommt es zu einer Abnahme der Hodengröße und einer verminderten Spermienproduktion im Hoden. Bei Frauen führt die Einnahme anaboler Steroide zu einer "Vermännlichung". Dies kann Haarausfall, Bartwuchs und eine verstärkte Körperbehaarung bei Frauen auslösen. Frauen im Bodybuilding haben mehr männliches an sich als weibliches.
Männer entwickeln häufig weibliche Brüste (Gynäkomastie) und bei Jugendlichen ist mit einer Unterbrechung des Wachstums zu rechnen. Weiterhin kann Anabolika folgende Nebenwirkungen verursachen.
- Leberschäden
- Blutdruckerhöhung
- Wassereinlagerungen (Ödeme)
- Herzvergrößerung (Linksherzhypertrophie) bis zum Herzversagen
- Erhöhung des "schlechten" LDL-Cholesterins, Senkung des "guten" HDL-Cholesterins
- Veränderungen bei der Blutgerinnung
- Prostatakrebs
- Hohes Suchtpotential
- Psychische Nebenwirkungen: Psychosen, Schizophrenie, Aggressivität, Depressionen usw.