F.A.Q.
1. Ist die Ernährung im Bodybuilding wirklich von entscheidender Bedeutung?2. Welche Wassermenge ist notwendig um den Körper ausreichend mit Flüssigkeit zu versorgen?3. Was meine Theorie über die notwendige tägliche Proteinmenge bestätigt. 3.1. Der tägliche Proteinumsatz4. Der Aminosäurenpool im Körper und seine Regulation5. Biologische Wertigkeit, Was ist das eigentlich?6. Wie erkenne ich die Proteinqualität selber?7. Fett macht nicht fett sondern eine positive Energiebilanz8. Was ist die Energiebilanz9. Was sagt der Glykämische Index eigentlich aus10. Was ist der Grundumsatz und wie wird er berechnet11. Ist der Verzehr von viel Eiern ungesund12. Wie kann ich meinen Testosteronspiegel natürlich erhöhen 13. Ist rotes oder weisses Fleisch besser für den MuskelaufbauIst die Ernährung im Bodybuilding wirklich von entscheidender Bedeutung?
Ich sage nein, Nur der Trainigsreiz bringt Muskelhypertrophie und nicht die Ernährung. Unsere allgemeine Ernährung reicht vollkommen aus. Und deckt unseren gesamten Tagesbedarf an Proteinen,
Kohlenhydraten und Fetten. Eines aber ist wichtig und zwar die Malzeit unmittelbar nach dem Training. Aber auch hier muss man sich nicht vollstopfen. 6g essentielle
Aminosäuren, zb. 1 Ei und 30g einfache
Kohlenhydrate reichen vollkommen. Der Rest ist leider Genetik und lässt sich nur durch Verwendung von Wachstumshormonen und die Anwendung von
Steroiden überwinden.
Aber das wollen wir doch nicht
Übrigens sieht man nach 4 Wochen Trainingspause genau wer wirklich echte Qualitativ hochwertige Muskelmasse aufgebaut hat. Die baut in dieser Zeit nämlich kaum ab.
Welche Wassermenge ist notwendig um den Körper ausreichend mit Flüssigkeit zu versorgen?

Wir gehen mal von einem gesamten Bedarf von 2-3 Litern aus.
Rechnen wir mal. 300ml entstehen durch Oxidation(Durch Verbrennung von Fettsäuren, Glukose). 700-800ml nehmen wir mit der festen Nahrung auf.
Bleiben 1.5-2 Liter die wir noch zu uns nehmen sollten. damit wir alle Funktionen des Körpers sicherzustellen. Selbst bei der Anwendung von Kreatin. Zuviel Wasser hat keinen positiven Effekt für uns verdünnt nur den Urin und wird über die Nieren ausgeschieden. Kaffee, Tee und andere Flüssigkeiten zählen in unserer Bilanz mit.
Einen sehr interressanten Artikel von Dr. Kurt A. Moosburger dazu findest Du hier. Der tägliche Wasserbedarf
Was meine Theorie über die notwendige tägliche Proteinmenge bestätigt.
Lese mal diesen Beitrag von Dr. Kurt A. Moosburger,
Der Proteinstoffwechsel
Er bestätigt meine Meinung zu unnützen hohen Proteindosen. 1.5g reichen voll aus. Und da der Proteinstoffwechsel 24h abläuft ist dieser Haushalt auch nie leer. Ausser wir hungern und unser Körper gerät in eine Notlage. Dann wird natürlich Muskelmasse verbrannt. Vorher aber nicht, macht ja auch keinen Sinn denn evolutionstechnisch wären wir dann bestimmt schon ausgestorben. Und übrigens schaut Euch mal die schweren Jungs im Knast an. Haben die eine hohe Proteinversorgung? Ich glaube wohl kaum. Trotzdem ist die Muskelentwicklung bei vielen Insassen top. Intensives Training - viel Ruhe und Essen das wars und es funktioniert, glaube es mir.
Der tägliche Proteinumsatz
Im Bodybuilding halten sich ja wirklich viele Aussagen hartnäckig. Nämlich die das man unmengen an Protein in sich stopfen muss um Muskelwachstum auszulösen. Ich weiss aus eigener Erfahrung das dem nicht so ist. Unser körpereigener
Aminosäurenpool wird im normalen Alltag niemals leer. Demzufolge tritt auch keine Unterversorgung der Muskulatur ein. Auch ist es nicht notwendig unmittelbar nach dem Training loszustürmen um einen Eiweissshake zu trinken. Dazu haben wir locker 1h Zeit. Einfache
Kohlenhydrate sind nach dem Training viel wichtiger. zb. Traubenzucker.
Lese hierzu einen wirklich interressanten Artikel von Dr. Kurt A. Mossburger über den ProteinstoffwechselDer Aminosäurenpool im Körper und seine Regulation
Die mit der Nahrung aufgenommenen Proteine werden im Verdauungstrakt hydrolysiert und in Form von freien
Aminosäuren resorbiert, also in den Blutkreislauf aufgenommen und gelangen in weiterer Folge ins Bindegewebe und intrazelluläre Speicher. Nur 0.05% aller im Körper vorkommenden
Aminosäuren liegen in freier Form vor.
In den Zellen liegt eine viel höhere Konzentration an
Aminosäuren als im Plasma vor. Die höchste Konzentration von z.B.
Glutamin findet sich in den Muskelzellen. Die Zusammensetzung der freien
Aminosäuren in den verschiedenen Geweben ist unterschiedlich. Die Skelettmuskulatur ist das größte Reservoir für jede Aminosäure. 70-80% des freien
Aminosäurenpools befinden sich in der Muskulatur, während die freien
Aminosäuren im Plasma nur einen geringen Anteil am Gesamtpool haben. Eine genaue Aussage über Veränderungen des freien
Aminosäurenpools ist über die im Plasma vorhandene Konzentration nicht möglich. Die Größe des intrazellulären
Aminosäurenpools ist jedoch direkt messbar. Nicht nur die Ernährung, auch das Alter, das Geschlecht sowie Krankheit sind entscheidende Faktoren die die Zusammensetzung des freien
Aminosäurenpools beeinflussen.
Literatur. Dr. Kurt A. Moosburger Facharzt für innere Medizin, Sport und Ernährungsmedizin, Der ProteinstoffwechselBiologische Wertigkeit, Was ist das eigentlich?
Die biologische Wertigkeit gibt an, wieviel des betreffenden Nahrungseiweiß in Körpereiweiß umgewandelt werden kann. Je höher die biologische Wertigkeit, umso wertvoller ist ein Eiweiß. Je höher der Anteil an essentiellen
Aminosäuren je besser das zugeführte Protein. Eine besonders hohe biologische Wertigkeit haben Milch, Milchprodukte, Fleisch, Fisch und Eier, aber auch Getreide und Kartoffeln. Werden verschiedene pflanzliche und tierische Nahrungseiweiße gleichzeitig verzehrt, erhöht sich ihre biologische Wertigkeit.
Wie erkenne ich die Proteinqualität selber?
Für die Bestimung der Proteinqualität ist der Anteil an essentiellen
Aminosäuren der entscheidende Faktor. Wenn Du die Inhaltsstoffe auf der Packung vergleichst ist das Protein mit dem höchsten Anteil an essentiellen
Aminosäuren biologisch am wertvollsten für den menschlichen Organismus. Diese biologische Wertigkeit sagt uns wie viel wir vom zugeführten Protein für uns verwerten und zu körpereigenem Eiweiss umwandeln. Übrigens eine BW von mehr als 100 geht nicht egal was einige erzählen wollen.
| Essentielle Aminosäuren |
Bedarf( g.EAF pro Kg Nahrungsprotein) |
| Leucin |
48 |
| Lysin |
42 |
| Isoleucin |
42 |
| Valin |
42 |
| Phenylalanin |
28 |
| Thyrosin |
28 |
| Thereonin |
28 |
| Methionin |
28 |
| Cystein |
22 |
| Tryptophan |
14 |
Die Tabelle gibt die Menge an essentiellen
Aminosäuren pro Kg Nahrungsprotein an die für eine vollständige Verwertung dieses Proteins zur Synthese von Gewebeprotein notwendig ist.
Fett macht nicht fett sondern eine positive Energiebilanz
Entscheidend ist nicht der Fettanteil den Du zuführst sondern nur ein Kalorienüberschuss macht fett nicht das Fett selber. Diese positive Energiebilanz bedeutet das Du mehr Kalorien zuführst als verbraucht werden.
Was ist die Energiebilanz
Ist unsere Energieaufnahme grösser als unser Energieverbrauch so steigt das Körpergewicht. Ist unserer Energieverbrauch grösser als unsere Energieaufnahme, nimmt die Körpermasse ab. Nur wenn die Energiebilanz ausgeglichen ist, kann das Körpergewicht konstant gehalten werden. Die Aufnahme muss also dem Verbrauch entsprechen.
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1 Gramm Kohlenhydrate
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=
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4 kcal oder 17 kJ
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1 Gramm Eiweiss
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=
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4 kcal oder 17 kJ
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1 Gramm Fett
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=
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9 kcal oder 37 kJ
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Die Energiemenge wird in Form von Kilokalorien (kcal) oder Kilojoule (kJ) angegeben. 1 Kilokalorie entspricht 4,2 Kilojoule. Kilokalorienangaben können also mit dem Faktor 4,2 multipliziert werden, um Kilojoule zu erhalten. Kilojoule können für die Umrechnung in Kilokalorien durch 4,2 geteilt werden.
Was sagt der Glykämische Index eigentlich aus
Der Glykämische Index (GI) ist ein Mass zur Bestimmung der Wirkung eines kohlenhydrathaltigen Lebensmittels auf den Blutzuckerspiegel. Der glykämische Index vergleicht den Verlauf des Blutzuckers nach dem Verzehr unterschiedlicher Kohlenhydrate mit dem Verlauf nach der Aufnahme reiner Glucose (Traubenzucker). Der GI für Glucose beträgt 100. Steigt der Blutzucker durch ein Lebensmittel langsamer bzw. weniger hoch an, ist der GI dieses Lebensmittels kleiner als 100. Bei schnellerem bzw. höherem Anstieg des Blutzuckers verglichen mit Glucose ist der GI grösser als 100. Was ist der Grundumsatz und wie wird er berechnet
Auch bei körperlicher Ruhe und bei angenehmer Umgebungstemperatur verbraucht unser Organismus Energie - zum Aufrechterhalten der Körpertemperatur, für Atmung und Herzfunktion sowie für zahlreiche Stoffwechselfunktionen der Organe, der Muskulatur und des Fettgewebes.
Diesen Energieverbrauch bezeichnet man als Grundumsatz. Die Höhe des Grundumsatzes wird mit cirka 1 bzw. 0,9 kcal pro kg Körpergewicht pro Stunde für den Mann bzw. die Frau angegeben.
Quelle: Schwegler, J.; (2006) Der Mensch, Anatomie und Physiologie. Stuttgart: Georg Thieme Verlag
Ist der Verzehr von viel Eiern ungesund
Das Ei ist das Lebensmittel mit der höchsten biologischen Wertigkeit, es enthält so gut wie alle Makro- und Mikronährstoffe. Es ist das "all in one" auf dem Nahrungsmittelsektor. Entgegen der landläufigen Meinung erhöhen Eier nicht den Cholesterinspiegel. Erstens wird das Cholesterin des Eidotters sowieso kaum resorbiert, weil es in Lecithin "verpackt" ist. Zweitens hat Nahrungscholesterin ohnehin nur einen geringen Einfluss auf den Cholesterinspiegel, weil der Großteil des Cholesterins vom Körper selbst (v.a. in der Leber) produziert wird und zwischen der endogenen, also körpereigenen Cholesterin-Biosynthese und der exogenen Zufuhr von Nahrungscholesterin eine negative Rückkopplung besteht: Wird viel Cholesterin über die Nahrung zugeführt, drosselt die Leber die Cholesterinsynthese und umgekehrt. Der Cholesterinspiegel bzw. das Verhältnis von Gesamtcholesterin zu HDL-Cholesterin (dem "guten" Cholesterin) ist genetisch festgelegt und wird durch Ubergewicht (Zunahme des viszeralen Fettgewebes) verschlechtert bzw. kann es durch Abbau von Übergewicht (Reduktion von viszeralem Körperfett) und regelmäßiger (intensiverer) Sportausübung verbessert werden. Cholesterin ist ein ganz wichtiger Grundbaustein im Stoffwechse.
Wie kann ich meinen Testosteronspiegel natürlich erhöhen
Der Testosteronspiegel lässt sich durch hartes Training der Grundübungen auf natürliche Weise erhöhen. Weiterhin ist eine Fettreiche Ernährung zur Erhöhung des Cholesterinspiegels vorteilhaft. Wichtig ist in keine Unterversorgung mit Vitaminen und Mineralstoffen zu geraten. Also täglich viel Obst und Gemüse.
Ist rotes oder weisses Fleisch besser für den Muskelaufbau
Der Mythos, “weißes“ Fleisch (Geflügel) sei gesünder als “rotes“ (Rind, Schwein, Lamm, Wild), hält sich immer noch hartnäckig. Die Begründung: Weißes Fleisch liefere weniger Fett und Cholesterin als rotes. Diese Aussage entpuppt sich bei näherem Hinsehen als falsch. Die Nährstoffgehalte variieren viel stärker zwischen den verschiedenen Fleischteilen als zwischen denen verschiedener Tierarten. So hat die Hühnerbrust mit Haut sechsmal so viel Fett wie ohne Haut. Mageres Schweine- und Rindfleisch ist genauso fettarm wie Puten- und Hühnerfleisch und enthält gleich wenig Cholesterin (Zur Erinnerung: Nahrungscholesterin hat ohnehin nur einen geringen Einfluss auf den Cholesterinspiegel, weil Cholesterin größtenteils vom Körper selbst, vor allem in der Leber, produziert wird und zwischen der körpereigenen Cholesterin-Biosynthese und der Zufuhr von Nahrungscholesterin eine negative Rückkopplung besteht – siehe den Ernährungstipp vom April im Archiv). Dafür liefern Rind-, Schweine-, Lammfleisch und Wild als “rotes“ Fleisch jede Menge Eisen, Huhn und Pute als “weißes“ Fleisch können hier nur halb so gut punkten.
Das im Fleisch enthaltene sog. Häm-Eisen wird im Gegensatz zu pflanzlichem Eisen gut resorbiert (Hülsenfrüchte z.B. enthalten relativ viel Eisen, der Körper kann es aber kaum verwerten). Rotes Fleisch ist aber nicht nur der effizienteste Lieferant für Eisen (essenzieller Bestandteil des Hämoglobins, das als Sauerstoffträger in den roten Blutkörperchen fungiert), sondern auch für Zink (ein wichtiges Spurenelement z.B. für die Wirkung von Insulin und für das Immunsystem). Geflügel ist eine gute Vitamin B6-Quelle, Schweinefleisch der “Gewinner“ bei Vitamin B1.
kompletter Artikel von Dr. Kurt A. Mossburger, Facharzt für innere Medizin, Sport und Ernährungsmediziner, rotes oder weisses Fleisch